Programmierer und der EU-Datenschutz

Professionelle Programmierer, deren Produkte auch personenbezogene Daten verarbeiten, sollten sich im eigenen Interesse ab sofort mit dem Thema Datenschutz beschäftigen und damit sicherstellen, dass ihre Software auch in Zukunft noch benutzt werden darf. Am 25. Mai 2016 ist die EU-Datenschutz Grundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft getreten, deren Vorschriften bei der Verarbeitung von personenbezogene Daten demnächst eingehalten werden müssen.

Personenbezogene Daten sind beispielsweise Benutzernamen und -anschriften. Aber auch Login-Daten, E-Mail Adressen, Session-Cookies und sämtliche anderen Informationen, die eine natürliche Person identifizierbar machen. Nahezu jede Software verarbeitet in irgendeiner Form personenbezogene Daten.

Das neue, europaweit geltende Gesetz enthält konkrete Vorgaben, die Einfluss auf die Gestaltung von Software haben. Der Betreiber der Software, also der Käufer oder Auftraggeber, ist verantwortlich dafür, dass die Software die Vorgaben EU-DSGVO einhält. Bei Verstoss droht Bußgeld.

Für den professionellen Programmierer gibt es unter diesen Umständen nur eine logische Schlussfolgerung. Und die lautet: „Möchte ich künftig meine Software in der EU an den Mann bringen, muss sie EU-DSGVO-konform sein, sonst kauft sie keiner mehr.“ Schließlich möchte kein Kunde ein Bußgeld riskieren, nur weil der Programmierer die gesetzlichen Vorgaben nicht umgesetzt hat.

Der Vortrag beleuchtet die EU-DSGVO aus dem Blickwinkel der Software-Entwickler und -Architekten. Neben einem fundierten Überblick, worum es überhaupt geht, werden auch konkrete Tipps und Tricks aus dem Umfeld der Python Programmierung gegeben. So wird beispielsweise anhand einer Django-App gezeigt, wie Systeme so zu gestalten sind, dass sie auch unter dem neuen Datenschutz-Recht in der EU im geschäftlichen Umfeld einsetzbar und damit an den Kunden zu bringen sind.

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